Es gibt unzählige Bajonett‑Adapter für Sony, Nikon DSLR und die neuen Nikon‑Z‑Modelle. Auch ich habe mir über die Jahre diverse Adapter von verschiedenen Herstellern zugelegt – und dafür schon ein kleines Vermögen ausgegeben. Mit diesem Erfahrungsbericht möchte ich meine bisherigen Eindrücke teilen.
Warum überhaupt Adapter?
Zuerst ein Blick auf die Kameramodelle, für die ich Adapter brauche. Nikon ist seit vielen Jahren mein favorisierter Kamerahersteller. Ich möchte mich hier nicht in den ewigen „Glaubenskrieg“ zwischen Sony, Nikon, Leica und Canon einmischen – meine Entscheidung für Nikon fiel schon in meiner Jugend.
Nach meiner Zeit mit Kodak und Minolta habe ich mir meine erste Nikon F801s gekauft und nach und nach mit weiteren Objektiven ergänzt. Ein Systemwechsel war damals finanziell nie eine Option – und ehrlich gesagt: Warum auch? Ich war zufrieden.
So blieb ich auch später bei Nikon und habe meine DSLR‑Ausrüstung konsequent erweitert. Damals war es die neue Nikon D70, die ich mir auf einer Reise nach Neuseeland (mit Zwischenstopp in Hongkong) gegönnt habe. Soviel zur Historie.

Mein erstes System 👉 Nikon F (und später Z)
Mein fotografischer Werdegang begann ernsthaft mit Nikon. Nach meinen frühen Ausflügen mit Kodak und Minolta war es die Nikon F801s, die mich in die Welt der Spiegelreflexkameras eingeführt hat. Damals war Nikon für mich eine logische Entscheidung: zuverlässig, robust, mit einem grossen Angebot an hochwertigen Objektiven.
Über die Jahre wuchs meine Nikon‑Ausrüstung stetig:
- verschiedene Festbrennweiten (50 mm, 85 mm)
- Telezooms für Reisen und Tierfotografie
- Makroobjektive für Detailaufnahmen
Später folgte der Schritt ins digitale Zeitalter mit der Nikon D70. Diese Kamera habe ich mir auf einer Neuseeland‑Reise gegönnt, ein echter Meilenstein: endlich digitale Flexibilität, aber mit meinen vertrauten F‑Mount‑Objektiven.
Warum Nikon für mich bis heute eine Konstante ist:
✅ Langlebigkeit: Viele meiner Objektive aus den 90ern funktionieren bis heute.
✅ Ergonomie: Nikon‑Gehäuse liegen mir einfach in der Hand.
✅ Kontinuität: Auch mit neuen Modellen wie der Nikon Z‑Serie kann ich dank Adapter weiterhin auf meine alten Linsen zugreifen.
Wechsel zu spiegellos – Nikon Z:
Als Nikon das Z‑Bajonett vorstellte, war ich neugierig. Die neue spiegellose Generation bringt moderne Features wie Fokus Peaking, eine hervorragende Stabilisierung und gleichzeitig die Möglichkeit, über den FTZ‑Adapter meine vertrauten F‑Mount‑Objektive zu verwenden.
Für mich war das kein Systemwechsel, sondern eine Weiterentwicklung: Mein Nikon‑Ökosystem wurde moderner, ohne dass ich meine gesamte Ausrüstung austauschen musste.
Fazit
Nikon ist für mich die Basis, auf der alles aufbaut. Von den frühen Filmzeiten bis zu den modernen Z‑Kameras – es fühlt sich immer noch vertraut an, und genau das schätze ich, ein System, das mitwächst, ohne mich zu zwingen, alles neu zu kaufen.
Mein zweites System 👉 Sony A7RMII
Wer einen Blick in meine Fototasche wirft, merkt schnell: Ein kompletter Systemwechsel wäre unlogisch. Ergänzen – ja, aber alles austauschen – nein.
Mich hat dann die Sony A7RMII gereizt. Schon vorher konnte ich die Sony‑NEX‑Baureihe auf einer Antarktis‑/Patagonien‑Reise über einen Kumpel testen – und war begeistert von Funktionen, die es bei Nikon damals noch nicht gab:
- Zebra
- Fokus Peaking
- Ausschnittsvergrösserung (Lupe im Sucher)
- Objektive fast aller Fremdhersteller adaptieren können
Also habe ich mir nach der Reise die A7RMII zugelegt – und damit auch meinen ersten Bajonett‑Adapter.
Mein drittes System 👉 Leica M [M11 & M11M]
ach Nikon (F‑Mount, später Z‑Mount) und Sony (E‑Mount) hat sich über die Jahre noch ein drittes System in meine Fototasche geschlichen: Leica M.
Mehr zur Leica M ist im Artikel 👇 beschrieben
Anders als bei Nikon und Sony, wo Technik und Features im Vordergrund stehen, lebt Leica vom entschleunigten Fotografieren, von Handarbeit und einem ganz besonderen Look der M‑Objektive.
Warum trotzdem Adapter?
Ganz einfach: Leica‑M‑Objektive lassen sich durch das geringe Auflagemass hervorragend adaptieren.
- An der Sony A7RMII nutze ich meine Leica‑M‑Linsen mit einem einfachen, mechanischen Adapter – Fokus Peaking und Sucherlupe machen das manuelle Fokussieren sehr angenehm.
- Auch an der Nikon Z lassen sich Leica‑M‑Objektive wunderbar einsetzen. Ein hochwertiger Adapter wie der von Novoflex sorgt für perfekte Unendlichkeitseinstellung und festen Sitz.
Vorteile der Leica‑M‑Objektive an spiegellosen Systemen:
✅ Kompakte Bauweise – ideal für Reisen
✅ Traumhafte Abbildungsleistung (gerade bei Festbrennweiten)
✅ Sehr gutes Handling dank mechanischem Fokusweg
Herausforderung Autofokus
Sony‑Objektive waren für mich keine Option, da ich sonst einige Brennweiten doppelt gehabt hätte. Auch finanziell wäre das nicht sinnvoll gewesen. Mit dem Kauf der Sony kam jedoch ein neues Problem: der Autofokus. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Adapter, die den AF meiner Nikon‑Objektive an der Sony zuverlässig steuern konnten. Also hieß es: Manuelles Fokussieren.
Früher war manuelles Fokussieren selbstverständlich, doch mit der Zeit gewöhnt man sich an den Komfort des AF – so sehr, dass man das manuelle Fokussieren regelrecht „verlernt“. Mit der Sony musste ich es mir also wieder neu aneignen.
Wer einen Blick in meine Fototasche wirft, merkt schnell: Ein kompletter Systemwechsel wäre unlogisch. Ergänzen – ja, aber alles austauschen – nein.
Bajonett Objektive Adapter
Mir blieb also nichts anderes übrig mir einen Adapter zuzulegen und das Manuelle fokussieren wieder zu erlernen. Es sollte nicht bei einem Adapter bleiben!
Sony E-Mount – Nikon F Adapter: METABONES N/F – E Mount
Metabones‑Adapter sind für mich eine solide Wahl: Sie funktionieren einfach, sind preislich im Rahmen und erfüllen zuverlässig ihren Zweck. Gerade bei rein mechanischen Adaptern zählt für mich vor allem die Passgenauigkeit – und die stimmt bei Metabones.
Ein Kritikpunkt:
Der Blendenring am Adapter arbeitet rein mechanisch und steht in keinerlei Verbindung zur Kameraeinstellung.
- Es gibt keine Rasterung am Ring.
- Es gibt keine Skala, die mit der tatsächlichen Blendenzahl übereinstimmt.
- Man muss ein Gefühl dafür entwickeln, wie weit man drehen muss, um sich von einer offenen Blende in Richtung geschlossener Blende zu bewegen.
Verbesserungspotential:
Moderne Standard‑AF‑Objektive decken üblicherweise einen Bereich von f/1.4 bis f/22 ab. Ältere Objektive gehen teils bis f/32, was jedoch selten ist.
👉 Hier könnte Metabones deutlich nachbessern:
✅ Eine einfache Skala von f/1.4 bis f/16 oder f/22 am Ring würde schon helfen.
✅ Rasterpunkte oder fühlbare Klicks könnten eine exakte Einstellung erleichtern.
Mein Fazit zu Metabones:
✔️ Pro: präzise Passung, zuverlässige Funktion, fairer Preis
⚠️ Contra: fehlende Skala und Rasterung am Blendenring – hier ist Feingefühl gefragt
Die aktuelle Scala geht von F 0 – 7 und hat einen Einstellweg gefühlt von 0 bis 16, also von 0 bis 3/3,5 cm. Das betrifft nur AF Objektive, die keinen manuellen Blendenring mehr am Objektiv haben. Objektive mit eigenem Blendenring, wie z. B. das 35 mm f/3.5 PC-Nippon Kogaku, können auch verwendet werden, dazu den Metabones auf 7 stellen. Dadurch das kein Einrasten möglich ist, besteht die Gefahr das beim Einstellen des Blendenrings unabhängig voneinander verstellt werden können. Hier ist also Vorsicht geboten.
Sony E-Mount – Leica M Mount Adapter: METABONES Leica M – E Mount
Metabones‑Adapter sind für mich eine solide Wahl: Sie funktionieren ohne Zicken, sind preislich in Ordnung und tun genau das, was sie sollen. Die Passgenauigkeit ist gut und die mechanische Stabilität vermittelt Vertrauen.
Blendensteuerung bei Nikon‑G‑Objektiven:
Ein kleiner Nachteil zeigt sich bei Objektiven ohne eigenen Blendenring (wie viele moderne Nikon‑G‑Objektive):
Der Ring steht in keiner Verbindung zur Kamera und zeigt daher nicht an, welche Blende tatsächlich eingestellt ist.
Am Adapter ist ein separater Blendenring angebracht, der jedoch keine exakte Skala bietet.
Es gibt keine Rasterung – man muss ein Gefühl entwickeln, wie weit man drehen muss, um sich von Offenblende bis zu einer geschlossenen Blende zu bewegen.
Nikon Z – Leica M Mount Adapter: SHOTEN L.M – N.Z Limited Edition
Der SHOTEN‑Adapter ist für mich ein echtes Highlight. Schon beim Auspacken fällt auf, Das Teil sieht nicht nur grossartig aus, es wirkt auch wie aus einem Guss gefräst.
✔️ Passgenauigkeit:
Der Adapter sitzt bombenfest an meiner neuen Nikon Z7 – kein Spiel, kein Wackeln. Genau so muss es sein!
✔️ Verarbeitung:
Das Material macht einen extrem hochwertigen Eindruck. Durch die massive Bauweise ist der Adapter zwar etwas schwerer als andere Modelle in meiner Liste, aber dieses Mehrgewicht zahlt sich in Stabilität und Langlebigkeit aus. Ganz klar: Er ist sein Geld wert!
✔️ Bedienung:
Der Release‑Schalter zum Entriegeln und Wechseln des Objektivs sitzt konstruktionsbedingt etwas tiefer zwischen Adapter und Objektiv.
👉 Erste Reaktion: „Unpraktisch, schwer zugänglich.“
👉 Nach einiger Zeit: ein echter Vorteil!
Denn so ist ein versehentliches Lösen des Objektivs nahezu ausgeschlossen. Gerade nach meinen Erfahrungen mit anderen Adaptern, bei denen der Schalter leicht zu drücken war, weiss ich das sehr zu schätzen.
Mein Fazit zum SHOTEN‑Adapter:
✅ Extrem wertig und stabil – fühlt sich an, als sei er aus einem Block gefräst.
✅ Bombenfester Sitz an der Nikon Z7.
✅ Sicherer Release‑Schalter, der versehentliche Entriegelungen verhindert.
⚖️ Etwas schwerer, aber das nehme ich gerne in Kauf.
⭐ Absolute Kaufempfehlung!
Nikon Z – Leica M Mount Adapter: L/M-Nik Z
Vor dem SHOTEN hatte ich mir einen preisgünstigen Adapter zugelegt. Er funktionierte grundsätzlich, keine groben Probleme – aber
⚠️ leichtes Spiel:
Der Adapter sass nicht so bombenfest, wie ich es mir gewünscht hätte. Minimaler Bewegungsspielraum zwischen Adapter und Kamera bzw. Objektiv – nichts Dramatisches, aber spürbar, gerade wenn man schwere Objektive nutzt.
⚠️ Gefühl von Unsicherheit:
Technisch hat er getan, was er sollte, aber bei jeder Bewegung, jedem Objektivwechsel hatte ich dieses kleine „Aber“ im Kopf:
„Hält das wirklich auf Dauer?“
💡 Die Konsequenz:
Nach kurzer Zeit habe ich dann in den deutlich hochwertigeren SHOTEN‑Adapter investiert – der kostet fast das Dreifache. Und ehrlich gesagt: Das war die beste Entscheidung.
✅ Warum?
Weil der SHOTEN absolut präzise sitzt, keine Toleranzen aufweist und sich einfach vertrauenswürdig anfühlt. Genau so, wie man es sich wünscht.
Mein Fazit zu diesem Thema:
👉 Wer billig kauft, kauft zweimal!
Der günstige Adapter war kein Totalausfall, aber auf Dauer wollte ich mich nicht mit Kompromissen abfinden. Lieber einmal etwas mehr investieren und dafür Ruhe haben.
AF Adapter
Lange Zeit war es nur ein Traum: Nikon‑Objektive an einer Sony mit Autofokus nutzen. Jetzt gibt es endlich Adapter, die genau das ermöglichen – und sogar die EXIF‑Daten sauber übertragen. Allein das war für mich schon ein starkes Argument, diesen Adapter unbedingt auszuprobieren.
Sony E-Mount – Nikon F Adapter: Commlite CM-ENF-E1
- Kompatibilität: CM-ENF-E1 Pro Autofokus elektronischer Objektiv Adapter ist kompatibel mit F-Serie Objektiv auf Sony E Mount Kamera.
- EXIF-Signalübertragung: ENF-E1 PRO kann die EXIF-Signale an Ihre Kamera übertragen und die aktuellen Informationen auf dem Bildschirm anzeigen (wie Blende, Verschlusszeit, Belichtungsparameter usw.).
- Material und Design: Entworfen, mit Standard-1/4 Verbindungsgewinde an der Unterseite, bequem für die Installation; aus Aluminium-Legierung, leistungsstark und stabil; vergoldeter Kontakt, ausgezeichneter Sendeeffekt.
Grundsätzlich ist die Idee natürlich gut und erfüllt gleich zwei Bedürfnisse; die EXIF Daten werden übertragen, der AF kann verwendet werden. Leider funktioniert das nicht mit allen Objektiven zufriedenstellend. Auf der Herstellerseite gibt es eine Kompatibilitätsliste aller Objektive, welche mit dem Commlite verwendet werden können. Dennoch gab es mit dem einen oder anderen Objektive Probleme und der AF zickte. Auch ein neues Firmware-Update konnte das nicht beheben. Ich kann auch nicht genau sagen welches Objektive betroffen sind, da es mal funktionierte und mal nicht. Oft half ein Ausschalten der Kamera und dann klappte es wieder.
Der CM‑ENF‑E1 Pro ist ein elektronischer Objektivadapter, der Nikon‑F‑Objektive an Sony‑E‑Mount‑Kameras nutzbar macht. Er ermöglicht Autofokus und überträgt zusätzlich die EXIF‑Daten.
EXIF‑Signalübertragung:
✅ Blende,
✅ Verschlusszeit,
✅ Belichtungsparameter
werden direkt an die Kamera übermittelt und dort angezeigt. Das ist gerade für die Nachbearbeitung ein grosser Vorteil.
Material und Design:
- Unterseite mit Standard‑1/4‑Gewinde, ideal für Stativmontage.
- Gehäuse aus Aluminium‑Legierung: stabil, wertig.
- Vergoldete Kontakte sorgen für saubere Signalübertragung.
Die Idee ist grossartig:
✔️ AF nutzen
✔️ EXIF erhalten
– also gleich zwei wichtige Bedürfnisse abgedeckt.
Aber in der Praxis …
⚠️ Leider funktioniert das nicht mit allen Objektiven zuverlässig.
Auf der Herstellerseite gibt es zwar eine ausführliche Kompatibilitätsliste, trotzdem gab es bei mir unerwartete Probleme:
- Mit manchen Objektiven funktionierte der Autofokus gar nicht oder nur sporadisch.
- Teilweise musste ich die Kamera ausschalten und neu starten, dann ging es plötzlich wieder.
- Auch ein aktuelles Firmware‑Update brachte keine spürbare Verbesserung.
Meine Beobachtung:
Es ist schwer, ein Muster zu erkennen, welche Objektive betroffen sind – es funktionierte mal perfekt und mal überhaupt nicht. Das kann frustrierend sein, wenn man sich auf den AF verlassen möchte.
Mein Fazit zum CM‑ENF‑E1 Pro:
✅ Pro: Tolle Idee, solide gebaut, EXIF und AF werden grundsätzlich unterstützt.
⚠️ Contra: Unzuverlässigkeit mit bestimmten Objektiven, gelegentliche Aussetzer trotz Firmware‑Update.
Empfehlung: Nur kaufen, wenn das eigene Setup in der offiziellen Kompatibilitätsliste steht – und selbst dann mit etwas Geduld testen!
Sony E-Mount – Nikon F Adapter: Commlite CM-ENF-E1 PRO
Was kann die neue PRO Version mehr gegenüber der nicht PRO Version? Im wesentliches das gleiche, die folgenden Funktionen wurden nach Herstellerangabe verbessert bzw. erweitert:
- VR-Stabilisator-Funktion: ENF-E1 PRO unterstützt den VR-Objektiv-Stabilisator, wodurch Ihre Aufnahmen viel stabiler und glatter werden.
- AF-Funktion und Blenden-Steuerung: ENF-E1 PRO ist mit einem internen Motor sowie dem elektronischen Kontakt ausgestattet, der helfen kann, den Autofokus zu unterstützen; Blenden-Kontrollfunktionen unterstützt fast alle S0NY E-Mount-Kameras, Sie können die Blende direkt vom Kamera-Ende anpassen, um die tatsächliche Blende des Objektivs zu steuern.
Sony E-Mount – Leica M Mount Adapter: TECHART LM-EA7 > Testbericht weiterlesen
Der TECHART LM‑EA7 war für mich eher ein Experiment als ein ernsthafter Systembaustein. Dieser Adapter ist speziell: Er hat einen Leica‑M‑Anschluss und funktioniert völlig anders als die üblichen F‑auf‑E‑Adapter.
Wie funktioniert er?
👉 Der Adapter selbst bewegt das komplette Objektiv vor und zurück, um den Fokus zu verändern.
👉 Die Anschlusspins sitzen nur auf einer Seite und sind für die Kommunikation mit der Kamera zuständig.
👉 EXIF‑Daten? Fehlanzeige. Selbst wenn ein Objektiv theoretisch Kommunikationspins hätte, werden keine EXIF‑Informationen übertragen.
👉 Leica‑M‑Objektive sind ohnehin manuell, also bringt auch das keine Vorteile.
Meine Erfahrung:
Wenn der Adapter den Fokus nicht sofort findet, muss man selbst am Objektiv nachhelfen – irgendwann „greift“ der Techart dann und stellt scharf.
Das ist weder komfortabel noch zuverlässig. Bei ruhigen Motiven mag man damit leben können, bei allem anderen wird es schnell frustrierend.
Mein Fazit:
Eine Methode, Leica‑M‑Objektiven einen AF zu verpassen?
Klingt spannend, ist aber in der Praxis einfach nicht gut.
✅ Pro: Interessantes Konzept, solide gebaut.
⚠️ Contra: Unzuverlässiger AF, keine EXIF‑Daten, unkomfortables Handling.
❌ Empfehlung: Lasst es lieber.
Wenn ihr unbedingt AF wollt, kauft gleich ein passendes Objektiv mit integriertem Autofokus.
„Was mich da geritten hat, keine Ahnung. Die Erfahrung müsst ihr euch nicht antun.“
Leica M Mount – Nikon F Adapter: LEICAST Nik (G) – L/M
Diesen Adapter hatte ich tatsächlich fast vergessen. Der LEICAST Nik (G) – L/M ist an sich schon ein recht spezielles Teil:
👉 Er ermöglicht es, Nikon AI‑Objektive auf ein Leica‑M‑Mount zu setzen.
Wie ich ihn genutzt habe:
In Kombination mit meinem TECHART LM‑EA7!
Ja, richtig gelesen: Adapter auf Adapter – Nikon AI Objektiv → LEICAST (G) – L/M → TECHART LM‑EA7 → Sony E‑Mount.
Die Idee dahinter? Ganz ehrlich:
„Keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe!“ 😅
Technisch gesehen:
- Funktioniert es tatsächlich: Der TECHART übernimmt den AF‑Mechanismus (durch Bewegung des gesamten Objektivs), und der LEICAST sorgt für die Nikon‑AI‑auf‑Leica‑M‑Anpassung.
- Praktisch gesehen: Eine wackelige Bastellösung mit zusätzlicher Fehlerquelle und ohne echte Vorteile gegenüber einem direkten elektronischen Adapter wie dem Commlite.
Alternative zum Commlite?
Ja – irgendwie.
Aber sinnvoll? Eher nicht.
- Mehr Teile, mehr Gewicht, mehr Spiel.
- Kein Mehrwert gegenüber einem direkten F‑auf‑E‑Adapter mit AF‑Unterstützung.
- Und schon gar nicht so zuverlässig.
Mein Fazit:
Diese Combo ergibt eigentlich keinen Sinn.
Wahrscheinlich hatte ich damals einfach Freude am Tüfteln oder wollte unbedingt eine Lücke schliessen, die gar nicht so gross war.
Heute würde ich jedem raten:
✅ Wenn du Nikon‑AI‑Objektive mit AF an Sony nutzen willst, greif direkt zu einem modernen Adapter wie dem Commlite.
❌ Lass die Finger von Adapter‑auf‑Adapter‑Konstruktionen. Das bringt nur unnötige Komplexität.
Nikon Z Mount – Nikon F Mount Adapter: Nikon +FTZ
Was kann man zu diesem Adapter eigentlich noch sagen? Ehrlich gesagt: nicht viel – ausser, dass Nikon hier alles richtig gemacht hat! Der FTZ‑Adapter ist für mich ein absolutes Muss, wenn man eine Nikon Z6 oder Z7 besitzt und bereits Nikon‑Objektive im Schrank hat, egal ob mit oder ohne Autofokus.
✅ Volle Kompatibilität:
Der Adapter ermöglicht es, so gut wie alle Nikon‑F‑Objektive an den Z‑Mount zu setzen. Und das funktioniert nicht nur mit modernen AF‑Optiken, sondern auch mit richtig alten Schätzen.
👉 Beispiel: mein altes 35 mm f/3.5 PC‑Nippon Kogaku funktioniert daran ohne Einschränkungen – das ist schon beeindruckend!
✅ Verarbeitung und Sitz:
Der FTZ sitzt bombenfest, wirkt wie aus einem Guss mit dem Kameragehäuse und überträgt alle Signale sauber.
✅ Erfahrungsfazit:
Dieser Adapter gehört zusammen mit einer Nikon Z6 oder Z7 in jede Fototasche!
Kein Gefrickel, kein „Adapter‑auf‑Adapter“, kein Kompromiss – einfach Nikon‑Objektiv drauf und loslegen.
Mein Fazit zum Nikon FTZ:
⭐ Absolute Empfehlung!
✔️ Stabil, zuverlässig, original Nikon‑Qualität
✔️ Funktioniert auch mit historischen Objektiven
✔️ Der ideale Begleiter für jede Nikon‑Z‑Kamera
Nikon Z Mount – Sony E Mount Adapter > Techart Sony E – Nikon Z Autofocus Adapter (TZE-01)
Der neueste Adapter aus dem Hause Techart. Das Besondere ist, dass man mit diesem Adapter Sony E Mount Objektive mit AF an einer Z6 / Z7 anschliessen kann. Ich habe diesen Adapter bisher noch nicht, aber es reizt mich schon mein Sony 50 mm f/1.8 von Zeiss an meiner Z7 anschliessen zu können. Das ganze Teil ist nur ein paar Millimeter dick. Sobald ich den habe, werde ich hier weiter berichten. Die bisher erhältlichen Informationen klingen sehr vielversprechend.

- Unterstützt AF-S, AF-C, AF-C, MF
- Unterstützt Einzelpunkt-AF, Weitbereich-AF (S/L), Autobereich-AF
- Unterstützung der Bildstabilisierung von Sony-Objektiven und Vibrationsreduzierung von Nikon Kamera Bodys
- Unterstützt Gesichts-/Augenerkennung AF
- Korrekte EXIF-Datenauslesung auf der Kamera/Datei
- Der Phasendetektor-AF wird verwendet, um die beste AF-Leistung zu gewährleisten.
- Firmware-Upgrade über ein kostenloses Objektiv-Dock möglich
Der Adapter ist nur 2 mm dünn, oder dick, da passt nicht mal ein Micro-USB Buchse für Firmwareupdates rein. Die Ingenieure von Techart haben diesen dafür in den Adapterdeckel integriert, der Deckel hat entsprechende Pins zur Kommunikation mit dem Adapter. Sehr gut gelöst!
Sony E‑Mount → Nikon Z: Viltrox E‑Z AF
Mit dem Viltrox E‑Z AF gibt es mittlerweile ebenfalls einen Adapter, der es ermöglicht, Sony E‑Mount‑Objektive mit Autofokus an Nikon Z‑Kameras (wie Z6 oder Z7) zu verwenden.
Was macht ihn interessant?
✅ AF‑Unterstützung: Laut Hersteller wird der Autofokus von vielen Sony‑E‑Objektiven sauber übertragen.
✅ EXIF‑Übertragung: Blende, Brennweite und weitere Daten sollen an die Nikon‑Kamera gemeldet werden.
✅ Verarbeitung: Viltrox ist bekannt für solide Metallgehäuse mit präzisem Sitz.
✅ Preislich liegt er meist unter dem Techart TZE‑01, was ihn für einen Test umso spannender macht.
Praxis
Ich selbst habe diesen Adapter im Einsatz gehabt – anders als beim Techart TZE‑01.
- Der AF grundsätzlich funktioniert er, ist aber – wie bei fast allen Cross‑System‑Adaptern – nicht so schnell oder treffsicher wie native Objektive.
- Einige Nutzer berichten von sporadischen Aussetzern, andere sind absolut zufrieden. Die Firmware‑Updates von Viltrox scheinen hier eine grosse Rolle zu spielen.
- Stabilität und Passung werden fast durchgehend gelobt.
Mehr dazu ist im Artikel 👇 beschrieben
Richtig Fokussieren aber manuell
„Wie fokussiert man manuell richtig?“ Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Ein bekannter Fotograf hat mir einmal gesagt: „Wenn du mit einem MF‑135‑Millimeter‑Standardobjektiv scharfe Bilder hinbekommst, dann kannst du erst richtig fotografieren.“ Das hat meinen Ehrgeiz geweckt, und ich wollte mir selbst beweisen, dass ich das schaffe.
Schnell habe ich dabei festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, mit einer modernen DSLR wirklich scharfe Bilder manuell zu fokussieren. Also habe ich meine alte Kodak und meine Nikon F801s herausgeholt und einige Vergleichsaufnahmen gemacht. Dabei ist mir etwas aufgefallen, das ich fast vergessen hatte: Die Mattscheibe im Sucher der alten Kameras hatte eine eingebaute Fokussierhilfe. Genau das fehlt heute bei vielen digitalen Spiegelreflexkameras, die stark auf Autofokus ausgelegt sind. Und genau deshalb ist das manuelle Fokussieren mit modernen DSLRs oft deutlich anspruchsvoller.


Nach ein wenig Suchen im Internet habe ich schliesslich einen Hersteller gefunden, der genau solche Mattscheiben auch heute noch für aktuelle DSLR‑Kameras anbietet. Diese speziellen Mattscheiben sind sogenannte „custom split image microprism focusing screens“, also individuell angefertigte Schnittbild‑ und Mikroprismen‑Mattscheiben, die man in manche DSLRs einbauen kann. Damit erhält man wieder eine ähnliche Fokussierhilfe wie bei den klassischen analogen Kameras und kann deutlich präziser manuell scharfstellen.
Für mich war das eine interessante Entdeckung, weil es zeigt, dass man auch in der modernen Digitalwelt nicht auf traditionelle Hilfsmittel verzichten muss – man muss nur wissen, wo man suchen muss.
DSLR Mattscheiben > Custom split image microprism focusing screens for DSLR cameras
Trotzdem war das Ganze noch immer nicht optimal, vor allem im Vergleich zu meiner Sony mit elektronischem Sucher und der komfortablen Ausschnittvergrösserung. Um das manuelle Fokussieren an der DSLR noch weiter zu verbessern, habe ich mir deshalb zusätzlich das Vergrösserungsokular von Nikon besorgt. Mit diesem Okular lässt sich der Sucherausschnitt vergrössern, was das Erkennen der Schärfeebene deutlich erleichtert und die Arbeit mit manuellen Objektiven spürbar angenehmer macht. Auch wenn es nicht ganz an die Präzision und den Komfort eines modernen E‑Suchers herankommt, ist es doch eine wertvolle Ergänzung für alle, die ihre DSLR gern mit manuellem Fokus einsetzen.
Nikon DK-17M Vergrösserungsokular
Beim manuellen Fokussieren hilft zwar auch die kleine grüne Fokus‑LED unten links im DSLR‑Sucher, aber nur bedingt. Wirklich zuverlässig wurde es erst nach wochenlangem Üben, und mit der Zeit wurde ich auch immer schneller. Dabei habe ich gemerkt, dass das Ergebnis ganz wesentlich von der gewählten Blende abhängt. Bei einer Blende von 1.4 ist der Schärfebereich extrem schmal, oft nur wenige Millimeter, während bei Blende 8 fast alles im Bild scharf wirkt.
Auch der Abstand zum Motiv spielt eine entscheidende Rolle. Fotografiert man mit Blende 1.4 ein weit entferntes Objekt, ist trotzdem vieles scharf, weil die Schärfentiefe mit grösserer Entfernung zunimmt. Wer dieses Zusammenspiel von Blende, Entfernung und resultierendem Schärfebereich noch nicht kennt oder sich nie bewusst gemacht hat, sollte sich unbedingt als Erstes damit beschäftigen. Dieses Verständnis ist die Grundlage für erfolgreiches manuelles Fokussieren.
Mehr dazu ist im Artikel 👇 beschrieben
Die neuen DSLM‑Kameras, wie die Modelle von Sony oder die Nikon‑Z‑Serie, machen einem das Leben in jeder Hinsicht leichter. Mit einer klassischen DSLR lässt sich das kaum vergleichen. Um bei einer DSLR manuell besser fokussieren zu können, musste ich mir eine spezielle Mattscheibe und Vergrösserungsokulare besorgen – all dieses Zubehör ist bei einer spiegellosen Kamera nicht mehr notwendig.
Sowohl Sony als auch Nikon bieten Funktionen, die das Arbeiten mit Autofokus‑ und manuellen Objektiven spürbar erleichtern. Fokus‑Peaking, Sucherlupe und eine präzise elektronische Anzeige machen es sogar richtig angenehm, manuell zu fokussieren. So sehr, dass ich inzwischen fast nur noch manuell fokussiere. Es entschleunigt den gesamten Prozess und führt dazu, bewusster zu fotografieren, anstatt einfach nur draufzuhalten und darauf zu vertrauen, dass die Kamera schon scharfstellen wird.
FAZIT
Heute ist es mir fast egal, ob ich manuell oder mit Autofokus fotografiere. In vielen Situationen ziehe ich sogar die manuellen Objektive vor, weil ich damit mittlerweile fast genauso schnell bin wie mit AF‑Glas. Nur bei schnellen Motiven wie Tieren greife ich auf meine Nikon D5 mit AF‑Objektiven zurück. In allen anderen Fällen nutze ich bevorzugt meine MF‑Linsen, weil sie kompakt, hochwertig und bewusst zu bedienen sind.
Beim Aufräumen für diesen Artikel habe ich festgestellt, wie viele Adapter sich über die Jahre bei mir angesammelt haben – sogar abenteuerliche Kombinationen wie Adapter auf Adapter. Manche Anschaffungen kann ich mir heute nicht mehr erklären. Was ich aber klar sagen kann: Der Nikon FTZ‑Adapter ist der beste und zuverlässigste von allen. Für jede Nikon Z6/Z7 ist er ein Muss, weil er nahezu alle Nikon‑ und Fremdobjektive ohne Einschränkungen unterstützt.
Die meisten anderen AF‑Adapter, vor allem zwischen Nikon‑Objektiven und Sony‑Kameras, funktionieren nur bedingt. Sie sind teuer und oft unzuverlässig. Ich empfehle stattdessen gute manuelle Adapter. Sie sind günstiger, arbeiten immer und helfen dabei, die Kunst des manuellen Fokussierens zu lernen. Der einzige Nachteil ist das Fehlen der EXIF‑Daten, doch viele Kameras bieten Profile für manuelle Objektive, um das auszugleichen.
Manuelle Objektive haben weitere Vorteile: Sie sind oft kleiner, leichter und qualitativ hervorragend gebaut. Besonders bei Dunkelheit oder Nachtaufnahmen punkten sie, weil der Fokusanschlag klar definiert ist und man sich nicht auf einen pumpenden AF verlassen muss. Mit Stativ und Zeit gelingen so zuverlässig scharfe Aufnahmen, während moderne Kameras mit integriertem Stabilisator auch alten Linsen neue Möglichkeiten eröffnen.
Manuelles Fokussieren macht Spass, entschleunigt und führt zu bewussterem Fotografieren. Ich überlege mir heute genauer, wo der Schärfepunkt liegen soll und welches Objektiv ich einsetze. Natürlich nutze ich auch weiterhin meine AF‑Objektive, aber selbst dabei bin ich aufmerksamer geworden. Wer vor der Entscheidung steht, dem kann ich nur raten: Eine Nikon Z mit FTZ‑Adapter oder ein guter MF‑Adapter sind die bessere Wahl als irgendein halbgarer AF‑Adapter.
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Alle Inhalte © Laurenc Riese



















































Guten Tag. Mir wurde vorgeschlagen meine Fotos oder Videos mit anamorphen Objektiven zu machen
um diesen Kinolook zu bekommen. Dafür wurden mir Sirui-Objetive empfohlen. Da ich an meiner Kamera aber nur ein Nikon F Bajonett habe wird das wohl nix. Habt Ihr einen Rat? MFG Birger
Hallo, wenn Du keinen Adapter für deine Kamera und Objektiv per Google findest bleibt dir nichts anderes übrig passendes Equipment zu kaufen.
Gruss Laurenc
Meine Erfahrung mit Sony A7RII bzw A7RIII bzw A9 Kameraseitig, dem Canon EF 500/4 MkII und dem Canon 300/2.8 Mk II objketivseitig sowie Metabones MkV und Commlite Adapter (AF) sind:
a) Bei Objektiven mit Öffnung 4 versagt der AF schon bei nur schwacher Dämmerung (an jeder Kamera, mit jedem Adapter). Bei Objektiven mit Öffnung 2.8 funktioniert der AF auch bei mässiger Dämmerung noch. Allerdings ist für den AF Funktions-Schluss lange bevor der AF auch mit einem Sony Objektiv versagt.
b) Der Sensor- (bzw. Sucher-) Bereich in welchem der AF überhaupt funktionier beschränkt sich auf das mittlere Flächen-Neuntel von Sensor bzw. Sucher. Also bei Zuhilfenahme eines 3×3 Aufteilungsgitters im Suchers kann nur im mittleren Feld fokussiert werden.
Da kommt – selbst bei Objektiven mit Öffnung 2.8 keine Begeisterung auf.